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Sandra Weiß

Über mich

Sandra Weiß sitzt in ihrer Praxis in Schwäbisch Hall

Mein Werdegang

Hier möchte ich Ihnen gerne ein paar Worte zu meiner Person mitteilen, sodass Sie einen ersten Eindruck erhalten, wem Sie in einer Zusammenarbeit begegnen werden.

Nach meinem Studium der Sozialen Arbeit (B.A.) arbeitete ich sieben Jahre in der Sozialpädagogischen Familienhilfe – mit Familien, die mit vielfältigen Belastungen lebten: Beziehungsschwierigkeiten, Erziehungsfragen, Traumata, Erkrankungen oder Probleme im Beruf. In dieser Zeit lernte ich die Systemische Denk- und Arbeitsweise kennen und absolvierte meine erste Systemische Weiterbildung.

Es folgten ein berufsbegleitendes Studium der Bildungswissenschaften (M.A.), die Lehre und die Geschäftsführung des Studiengangs Kindheitspädagogik an der Pädagogischen Hochschule Schwäbisch Gmünd und die Leitung zweier Einrichtungen großer Wohlfahrtsorganisationen.

2020 habe ich mich in eigener Praxis selbstständig gemacht. Seit März 2023 arbeite ich in meinen Praxisräumen in Schwäbisch Hall – und weiterhin auch online. Ebenfalls 2023 habe ich die Weiterbildung zur Lehrenden in Systemischer Beratung und Therapie, Coaching und Supervision abgeschlossen; neben der Praxis sind Weiterbildungen und Seminare ein fester Teil meiner Arbeit.

Mit diesen Weiterbildungen bildet die Systemische Perspektive das Fundament meiner Arbeit. Gleichzeitig wurde in der Begleitung von Menschen immer deutlicher, wie eng emotionale Erfahrungen, Beziehungen und das Nervensystem miteinander verbunden sind.

Deshalb absolvierte ich ab 2022 die Weiterbildung in Somatic Experiencing® (SE) nach Peter A. Levine. Dieser körperorientierte Ansatz erweitert die Systemische Arbeit um die achtsame Einbeziehung des Nervensystems und unterstützt Menschen dabei, Stress- und Traumafolgen behutsam zu regulieren.

Seit Januar 2026 vertiefe ich meine Arbeit mit der Weiterbildung in NeuroAffektiver Persönlichkeitsentwicklung (NADP) nach Marianne Bentzen und Susan Hart. Dieser entwicklungsorientierte Ansatz verbindet Erkenntnisse aus Bindungsforschung, Entwicklungspsychologie und Neurowissenschaften.

Mit diesen fachlichen Hintergründen verbinde ich in meiner Arbeit systemisches Denken, körperorientierte Traumabegleitung und eine neuroaffektive Entwicklungsperspektive – mit dem Ziel, Menschen auf ihrem Weg zu mehr Selbstregulation, innerer Sicherheit und persönlicher Entwicklung zu begleiten.

Meine Aus- und Weiterbildungen

Akademische Ausbildung

  • Studium der Sozialen Arbeit (B.A.), Hochschule für Sozialwesen Esslingen
  • Studium der Bildungswissenschaften (M.A.), Pädagogische Hochschule Schwäbisch Gmünd

Systemische Weiterbildungen (DGSF)

  • Systemische Beraterin (DGSF)
  • Systemische Supervisorin und Coachin (DGSF)
  • Systemische Therapeutin und Familientherapeutin (DGSF)
  • Systemische Lehrende für Beratung, Therapie, Coaching und Supervision (DGSF)

Ergänzungen

  • Somatic Experiencing (SE)®, ein körperorientierter Ansatz zur Lösung von traumatischem Stress – Abschluss: Somatic Experiencing Practitioner
  • NeuroAffektive Persönlichkeitsentwicklung (NADP, NeuroAffective Developmental Psychology) nach Marianne Bentzen – in Weiterbildung seit Januar 2026
  • Heilpraktikerin für Psychotherapie

Vertiefungsseminare

  • Transgenerationale Weitergabe von (traumatischen) Erfahrungen, Heike Gattnar
  • Trauer, Freude & das authentische Selbst, Peter A. Levine
  • Trauma und Beziehungen, Peter A. Levine

Logo Somatic Experiencing (SE)® Deutschland

Siegel „Zertifiziertes Mitglied“ der DGSF

Meine Arbeitsweise

Im Mittelpunkt unserer Zusammenarbeit steht für mich, dass ich Ihnen mit wahrem Interesse, Mitgefühl und Respekt für das von Ihnen bereits Geleistete und all Ihre bereits unternommenen Lösungsversuche begegne. Mir ist es wichtig, Sie mit Ihrer Geschichte, Ihren Erfolgen und Schwierigkeiten, Ihren Haltungen und Denkweisen kennenzulernen, mit Ihnen Ihre Stärken und Lösungspotenziale offenzulegen und für die aktuellen Herausforderungen verfügbar zu machen – dies gilt für mich als der zentrale Ansatzpunkt für die gemeinsame Arbeit. Es gibt für mich keine Verallgemeinerungen oder allgemeingültigen Rezepte, da ich davon ausgehe, dass jeder seinen individuellen und ureigenen Weg finden darf und kann.

Daneben sehe ich nicht nur Sie als Individuum mit Ihrem Problem, sondern ich sehe Sie zudem als Mensch, der sich in verschiedenen Systemen wie Familie oder Arbeitswelt bewegt, sodass ein ganzheitlicher Blick auf Sie und Ihre Lebenssituation möglich wird.

Ich verstehe meine Aufgabe darin, mit Ihnen konstruktive und authentische Lösungen für Ihre Anliegen zu finden, indem wir Anstöße für Veränderungen schaffen und Sie diese in Ihrem Alltag umsetzen.

Meine Rolle als Beraterin und Therapeutin, Coachin und Supervisorin verstehe ich dabei so, dass ich Sie in diesen Veränderungen kontinuierlich und verlässlich in Ihrem Tempo begleite.

Wie sieht die Arbeit ganz konkret aus?

Im ersten Schritt geht es mir darum, Sie mit Ihrer Geschichte und in Ihren aktuellen sozialen Bezügen kennenzulernen und den Auftrag an unsere Zusammenarbeit zu klären. Im nächsten Schritt machen wir uns auf, Ihr Anliegen zu bearbeiten und Lösungen zu finden – beispielsweise über kleinschrittige Zielvereinbarungen, die Sie in Ihrem Alltag umsetzen, und die gemeinsame Reflexion in den Gesprächen mit mir.

Die Dauer der Zusammenarbeit hängt von Ihrer ganz individuellen Situation und dem Umfang Ihres Anliegens ab. Manchmal braucht es nur einzelne Termine und Denkanstöße, um eine nachhaltige Veränderung anzustoßen. Es kann jedoch auch eine längerfristige Begleitung entstehen, um die immer wieder neu an uns herangetragenen Anforderungen im Leben gut zu begleiten und konstruktiv den eigenen individuellen Weg zu gehen.

Manchmal zeigen sich Belastungen in unseren Beziehungen, manchmal in unserem Körper – oft in beidem. Deshalb verbinde ich Systemisches Arbeiten mit einem körperorientierten Ansatz. So können neue Perspektiven entstehen und das Nervensystem wieder mehr Sicherheit und Balance finden.

Drei Ansätze, die sich ergänzen

In meiner Arbeit verbinde ich Systemische Therapie, Somatic Experiencing® und die Erkenntnisse der NeuroAffektiven Persönlichkeitsentwicklung, da sich diese Ansätze sehr gut ergänzen:

Systemische Therapie – Zusammenhänge verstehen

Die Systemische Therapie betrachtet den Menschen im Kontext seiner Beziehungen, seiner Lebensgeschichte und seiner sozialen Systeme. Gemeinsam erkunden wir Muster, Ressourcen und Dynamiken, die Ihr heutiges Erleben beeinflussen. Neue Perspektiven eröffnen neue Handlungsmöglichkeiten.

Somatic Experiencing® – das Nervensystem einbeziehen

Nicht alles, was wir erlebt haben, lässt sich allein über Gespräche verarbeiten. Unser Körper und unser Nervensystem speichern Erfahrungen auf ihre eigene Weise. Somatic Experiencing® unterstützt dabei, Stress- und Traumareaktionen behutsam zu regulieren und Schritt für Schritt mehr innere Sicherheit und Selbstregulation zu entwickeln.

NeuroAffektive Persönlichkeitsentwicklung (NADP) – Entwicklung ermöglichen

Die NeuroAffektive Persönlichkeitsentwicklung nach Marianne Bentzen und Susan Hart verbindet Erkenntnisse aus Entwicklungspsychologie, Bindungsforschung und Neurowissenschaften. Sie geht davon aus, dass unsere Fähigkeit zu Selbstregulation, emotionalem Erleben, Beziehung und Selbstreflexion ein Leben lang wachsen kann. Belastende Erfahrungen können diese Entwicklung unterbrechen – gleichzeitig bleibt Entwicklung bis ins Erwachsenenalter möglich.

Was bedeutet das für unsere Zusammenarbeit?

Jeder Mensch entwickelt sich in Beziehungen. Unsere Erfahrungen prägen unser Erleben, unser Nervensystem und unser Bild von uns selbst. Belastende Lebensereignisse oder traumatische Erfahrungen können diesen Entwicklungsprozess beeinflussen – ebenso wie Erfahrungen, die in Familien über Generationen weiterwirken.

In unserer gemeinsamen Arbeit biete ich Ihnen einen Rahmen an, in dem Veränderung in Ihrem eigenen Tempo entstehen kann – einen Rahmen, in dem Verstehen, körperliches Erleben und persönliche Entwicklung zusammenkommen. Ziel ist mehr innere Stabilität, Handlungsfähigkeit und Verbundenheit mit sich selbst und anderen.

Dabei können

  • biografische und familiäre Zusammenhänge sichtbar werden,
  • Stress- und Traumareaktionen des Nervensystems reguliert werden,
  • neue Erfahrungen von Sicherheit und Verbundenheit entstehen,
  • emotionale und persönliche Entwicklung unterstützt werden.

Veränderung als Prozess: Verstehen. Spüren. Sich entwickeln.

Veränderung beginnt dort, wo wir unsere Geschichte verstehen, den Signalen unseres Körpers Raum geben und neue Erfahrungen machen können. Ich begleite Sie mit einer systemischen, körperorientierten und entwicklungspsychologischen Perspektive – damit neue Möglichkeiten entstehen, mit sich selbst und anderen in Verbindung zu sein.

Wenn Belastungen eine längere Geschichte haben – transgenerationale Traumatisierung

Nicht alle Schwierigkeiten lassen sich allein durch aktuelle Lebensumstände erklären. Manchmal tragen wir unbewusst Erfahrungen, Haltungen oder Bewältigungsstrategien weiter, die ihren Ursprung in früheren Generationen haben. Das bedeutet nicht, dass Trauma „vererbt“ wird oder jede Belastung auf die Familiengeschichte zurückzuführen ist. Gleichzeitig zeigen Forschung und therapeutische Erfahrung, dass familiäre Erfahrungen unser Erleben und unsere Stressregulation beeinflussen können.

Gemeinsam erkunden wir behutsam, welche Bedeutung Ihre persönliche und familiäre Geschichte für Ihr heutiges Erleben hat – immer mit dem Blick auf Ihre eigenen Ressourcen und Möglichkeiten im Hier und Jetzt.

Warum diese Kombination besonders stimmig ist

Gerade systemische Arbeit, Somatic Experiencing und NADP ergänzen sich hier sehr gut:

  • Systemisch: Welche Geschichten, Rollen und Beziehungsmuster prägen mich? Was wurde in meiner Familie sichtbar – und was blieb unausgesprochen? Welche familiären Muster, Loyalitäten und Geschichten wirken bis heute?
  • Somatic Experiencing: Wie zeigt sich diese Prägung heute in meinem Nervensystem, meinem Körper und meinem Stresserleben? Wie kann wieder mehr Sicherheit und Selbstregulation entstehen?
  • NADP: Welche Entwicklungsschritte brauchen heute Unterstützung, damit mehr Selbstregulation, Bindungsfähigkeit und Selbstkontakt entstehen können?

Dadurch entsteht ein Bild, das weder rein kognitiv noch ausschließlich körperorientiert ist: Es verbindet die Bedeutung der Familiengeschichte mit dem gegenwärtigen Erleben im Körper.

Und dadurch verschiebt sich der Fokus weg von einer Defizitperspektive („Was ist traumatisiert?“) hin zu einer Entwicklungsperspektive („Was durfte sich bisher nicht vollständig entfalten und kann jetzt nachreifen?“).

Anstatt die Familiengeschichte als Belastung zu betrachten, kann sie auch als Ausgangspunkt für neue Erfahrungen verstanden werden: Die Vergangenheit lässt sich nicht verändern. Wohl aber kann sich verändern, wie sie heute in Ihnen weiterwirkt. Wenn Zusammenhänge verständlich werden und Ihr Nervensystem neue Erfahrungen von Sicherheit machen kann, entstehen oft neue Freiräume – im Umgang mit sich selbst, in Beziehungen und für kommende Generationen.

Belastende Erfahrungen – auch solche, die über Generationen weitergegeben wurden – können unser Nervensystem, unsere Beziehungen und unser Selbstbild prägen. Gleichzeitig besitzt jeder Mensch die Fähigkeit, neue Erfahrungen von Sicherheit, Verbundenheit und Selbstwirksamkeit zu entwickeln.

Meine Arbeit unterstützt diesen Entwicklungsprozess: durch das Verstehen von Zusammenhängen, die behutsame Einbeziehung des Körpers und die Orientierung an den natürlichen Reifungsprozessen des Nervensystems.

Stand: 25. September 2026

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